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Susis Retreat

Zeit für Gedichte und Verbundenheit

Willkommen in der kleinen Zuflucht

Das Leben ist ein Auf und Ab. Manchmal fällt es nicht leicht, Klarheit und Frieden zu finden. Die Herausforderungen sind so vielseitig wie die Menschen selbst. 
Wir unterscheiden, bewerten und zeichnen Zukunftsaussichten. 

Diese kleine Zuflucht ist eine Sammlung von Gedanken und Gedichten. 

Etwas ohne Erfolgsabsicht.
Vielleicht kannst Du Dich daran erfreuen.

Winter

Dunkelheit befällt die Welt, der Frost droht das Herz zu erstarren.
Doch so lang die Nacht zu sein scheint,
die Wärme des Sommers ist nur ein Lächeln entfernt.
Wer nun den Glanz des Reifs nicht erkennt, sollte tiefer ins Schwarz, um der Sonne zu begegnen. 

Konskius

Hände, die nach Sternen greifen,
Stimmen, die Grenzen ziehen
und Augen, die bewerten.
Abseits dieser Pfade, nicht einen Schritt entfernt, liegt der Schlüssel aus Stein und Erde, zur Lösung des Himmels Ketten.

Mein Kind

Zärtlich halte ich Deinen Kopf während Du schläfst.
Die Zeit dreht unaufhörlich, um diesen Moment zu zerreißen und einen weiteren zu schaffen.
Wie kann ich Dir in dieser Welt diese Leichtigkeit erhalten, so dein Glück doch nun meins ist. 
Träume süß, kleine Räuberin.

Die Gier

Jahrhunderte tief reicht die Angst und die wuchernde Frucht der Gier.
Wehe der, die es wagt den morschen Strunk der Rechtfertigung zu greifen und das gesamte Übel der trockenen Erde der Gesellschaft zu entreißen. 
Jede Faser der krankhaften Wurzel wird auf schlimmste Art dagegen kämpfen. 
Doch wird dies nur das Loch vergrößern, in das ruhig der warme Sand der Gerechtigkeit nachlaufen kann. 
Wie gern hätte ich darauf Moos wachsen sehen.

Schmauch

Aus dem Wunder des Sternenstaubs zusammengesetzt sitze ich hier. 
Die gute Absicht längst in Trümmern, greift der Hass zurück zum Selbst. 
Ewig klagend, ewig schützend zeigt er mir Tag um Tag den Verlust. 
So greif auch ich zum Schaft des Leides, viel leichter ist Verzweiflung nun. 
Ich bettle um höheres Verständnis, die Kraft war hier, nun ist sie geschwunden.
Glas zerbricht in tausend Scherben, die auch als Tropfen das Selbe spiegeln.

Der Setzling

Mit Staunen beobachte ich die wunderschönen Blätter aus der Erde graben.
Und wie aus den dünnen Ästchen ein kleiner Stamm wird, so wächst auch in mir die Sorge, ein Unachtsamer könnte darauf schreiten oder ihn gar absichtlich der Erde entreißen. 
Sicher könnten meine alten Äste sie fest umschließen, vor allem Harm bewahren. 
Doch würde der Sonnenschein sie nicht erreichen, sie nicht stark und kräftig werden lassen. 
So bereite ich bloß die gesunde Erde und lasse sie friedlich wachsen, bei Tag wie Nacht und stütze sie, welche Fehler sie auch macht.

Im Fluss

Immer wieder fällt man zurück in die Erwartungen, die einen schon fast das ganze Leben verfolgen. 
Dabei spielen weder Status, Erfolg, Geld noch Macht eine Rolle. 
Jederzeit kann man finden, was wirklich von Belang ist. 
Nicht einmal eine Armlänge entfernt und doch für fast alle nicht erreichbar.
Fasziniert von meiner immer wiederkehrenden Dummheit, sinke ich in die Knie und finde mit etwas Glück mein Lächeln.

 

Zeit vergeht und schenkt den intensiven Momenten ihre Schönheit. Mit all dem Raum über uns und dem Potential in uns.

Schreibe Susi zu welchem Thema Du Dir ein Gedicht wünscht.

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